Newsletter der Bürgerinitiative

Der 1. Bürgerentscheid in Sindelfingen „ist Geschichte“. Leider gelang es uns nicht ausreichend Bürgerinnen und Bürger zur Wahlurne zu bewegen (17,1 %). 4300 Ja - Stimmen standen 2800 Nein - Stimmen gegenüber. So viel zum nackten Ergebnis.

Trotzdem wollen wir uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns in den letzten Monaten in unterschiedlichster Weise unterstützt haben. Es war schön und immer wieder ermutigend Ihre Unterstützung zu erfahren. Ausdrücklich wollen wir uns auch für die vielen Spenden bedanken, die die Arbeit in manchen Bereichen erst ermöglichten (Wahlplakate, Flyer, etc.).

Und nun?

Die Bürgerinitiative wird weiter leben. Wir haben entschieden, dass wir uns weiter treffen wollen und dass wir die bildungspolitischen Entwicklungen in Sindelfingen kritisch begleiten wollen. In einem Brief an die politischen Vertreter der Stadt fordern wir zum wiederholten Mal die Einrichtung eines „Runden Tisches“, um gemeinsam mit verschiedenen Beteiligten wirkliche Schulentwicklung zu betreiben. Wir halten dies weiterhin für dringend erforderlich und fühlen uns durch die neuesten Entwicklungen, was Schülerzahlen angeht, in dieser Einschätzung bestätigt. Schneller als selbst von uns erwartet stellt sich heraus, dass die Neuanmeldungen an den zukünftigen Werkrealschulen nicht ausreichen, um die drei verbliebenen Hauptschulen zweizügig zu fahren (dabei war es das Hauptargument, um die HS am Klostergarten zu schließen).

Wir können auch nicht nachvollziehen wie die Verwaltung (auf Grund des veränderten Klassenteilers auf 28 Schüler im Grundschulbereich) Zahlen veröffentlicht, in denen sie von 11 zusätzlichen Grundschulklassen bis 2016 spricht. Uns liegen Zahlen vor, nach denen lediglich an einer Grundschule in Sindelfingen (in einer Klassenstufe) der Klassenteiler über 28 Schülern liegt. Bei stagnierenden Neuanmeldungen in Klasse 1 ist es uns unverständlich wie die Stadt argumentiert. Wir halten es für ein realistisches Szenario, dass nach kurzer öffentlicher Beruhigung wieder die Aufgabe eines Grundschulstandorts zur Diskussion stehen wird.

Unsere Vorstellung ist nach wie vor ein Schulzentrum Klostergarten (Stichwort: „Länger gemeinsam lernen“) politisch mutig voranzutreiben und visionär anzugehen. Bildungspolitik wird aus unserer Sicht ein bestimmendes Wahlthema der Landtageswahl in Baden-Württemberg werden. Wie schnell sich Mehrheitsverhältnisse und damit auch Schulpolitik verändern können, hat die Landtagswahl vom Wochenende in NRW jüngst vor Augen geführt.

Um diese Fragestellungen und Themenkomplexe weiter zu bearbeiten werden wir „Prüfsteine“ auf unserer Homepage einstellen. Diese sollen zum Nachfragen, Hinterfragen und Mitdis-kutieren ermutigen und einladen.
Außerdem werden wir zu einem Pressegespräch einladen, in dem die BI die weiteren Vorha-ben vorstellt und deutlich macht, dass sie weiter existiert.

Nicht zuletzt schauen wir der Realität ins Auge. „Wenn sich nicht noch was dreht“ schließt die HS am Klostergarten zum Ende des Schuljahres 2011/2012. Deshalb ist es unser dringendes Anliegen, die Schülerinnen und Schüler nun nicht alleine zu lassen. Wir wollen alles tun, um die verleibenden 2 Jahre so eindrücklich, nachhaltig und positiv zu gestalten, wie nur möglich.

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative findet am Dienstag, 18.Mai, um 18 Uhr, im Lehrerzimmer der HS am Klostergarten statt.

Sie sind herzlich eingeladen, sich in den Prozess einzubringen und der Initiative beizutreten.