Unsere Schule
Mit dem Votum für die Schließung der Hauptschule am Klostergarten hat sich der Gemeinderat gegen eine Einrichtung in der Stadtmitte entschieden, die wie keine andere die vorgegebenen Kriterien für Überführung in eine zukünftige Werkrealschule erfüllt:
- Größe und bestehende Zweizügigkeit
- lang erprobter Ganztagesbetrieb (21 Jahre)
- funktionierendes soziales Beziehungsgefüge
- bestehende Kooperation mit einem Berufsschulzentrum
- Schulsozialarbeit (plus Koordination der Schulpaten)
- ergänzende Einrichtungen wie Kleine Klasse und Kooperationsklasse HS – BVJ
- vorhandene Mensa
Aber es geht um mehr als solche formalen Kriterien:
Die Hauptschule am Klostergarten wurde noch vor einigen Jahren als Schule an einem sozialen Brennpunkt begriffen. Inzwischen redet davon niemand mehr. Denn sie hat gelernt, auf Krisenbiographien und Krisenlagen junger Leute sensibel und kompetent zu reagieren. Sie hat sich ein darauf bezogenes Curriculum erarbeitet und ein Netzwerk mit Personen und Institutionen aus allen gesellschaftlichen Bereichen gestrickt. Diese Verbindungen stellen ihr soziales Kapital dar, mit dem sie der Stadt, vor allem der Innenstadt gedient hat und weiter dienen will.
Ein solches soziales Kapital ist aber gebunden an Räume, Kontaktwege, Loyalitäten, Geschichten, und Erinnerungen. Es ist nicht per se mobil und kann nicht umstandslos flexibilisiert werden. Auch Betriebswirtschaft und Unternehmensberatungen müssten wissen, dass das Funktionieren sozialer Strukturen auf solchen Voraussetzungen beruht, die ökonomisch nicht hervorgebracht und quantifiziert werden können.
| Anhang | Größe |
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| Vorteile der Hauptschule am Klostergarten | 115.36 KB |
